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Achtsamkeit - Entspannung - Klang
Sommermomente
In meinem Garten habe ich einige Johannisbeersträucher, die im Juni köstliche reife Beeren tragen. Jeden Morgen hole ich mir von den Sträuchern - praktisch taufrisch - eine Hand voll davon für mein Müsli. Ein Genussmoment, der einen guten Start in den Tag garantiert.
Trotzdem müssen die Sträucher irgendwann komplett abgeerntet werden, wenn man aus den Beeren Marmelade oder Saft für den Winter machen möchte. Als ich diese bevorstehende Arbeit in einem Gespräch erwähnte, riet man mir zu einem Gegenstand, der sich "Beerenpflücker" nennt. Damit würde die Ernte viel schneller erledigt sein, als mit der Hand. Ich schaute mir das Ergebnis dann bei demjenigen an, der mir dazu geraten hatte. Seine Sträucher sahen nach der Ernte aus wie gerupft; die Äste beschädigt, die Beeren teilweise zermatscht und allerlei unerwünschtes "Beiwerk" sammelte sich ebenso in dem Behälter.
Ich entschied mich dazu, meine Ernte wieder genauso wie immer zu machen. Auf einem Hocker saß ich zwischen den Sträuchern, genoss den warmen Junitag und pflückte jede Beere mit der Hand. Noch bevor die Beeren die Schüssel erreichten, wurde geprüft und aussortiert, so daß die gepflückte Ernte am Ende nur noch gewaschen und verarbeitet werden musste.
Meine Entscheidung, diese Beeren handverlesen zu pflücken, hat mit Achtsamkeit zu tun. Die Zeit, die ich in den Sträuchern verbrachte, habe ich bewusst genossen - sie tat mir gut. Ohne Ablenkung und Zeitdruck war ich ganz bei mir. Ich spürte bewusst die Sonne und Wärme auf meiner Haut und ließ meinen Gedanken freien Lauf. Neben der Ernte bekam auch der Strauch gleich den für die nächste Ernte wichtigen Schnitt, der mir auch im kommenden Jahr wieder viele Beeren bringen wird.
Achtsamkeit passiert im Alltag - dafür braucht es keinen Kurs. Etwas wertschätzend und sorgfältig zu behandeln, innezuhalten und letztlich achtsam mit sich und seiner Zeit umzugehen - das ist das Geheimnis! Wenn es in den Wintermonaten wieder dunkle und kalte Tage gibt, dann freue ich mich immer, von der Ernte etwas auf dem Tisch zu haben. Etwas handverlesenes, das nach Sommer duftet.
Klangschalen-Meditation - Der neue Trend!
Vor ein paar Jahren waren Klangschalen noch sehr exotisch und wurden ganz gern in die spirituelle und esoterische Ecke gestellt. In der Zwischenzeit hat sich doch einiges geändert und so finden wir heute Klangschalen in vielerlei Einsatzbereichen. Klangschalen beim Yoga, in der Salzgrotte, beim Waldbaden, beim Hundetraining, in der Sauna, in Entspannungskursen, in Reha-Kliniken, in Kindergärten und, und, und.....
Es ist sehr erfreulich, dass die Klangschalen inzwischen nicht mehr als befremdlich empfunden werden. Doch durch den fast inflationären Einsatz in allen möglichen Bereichen geht ein wenig vom eigentlichen Sinn und der Wirkungsweise verloren.
Man sitzt z.B. in der finnischen Sauna, die Klangschalen werden schnell aufgebaut, schnell nacheinander angeschlagen und schnell wieder abgebaut. Bei manchen Meditationen glaubt man, es müsse möglichst viel Lautstärke erzeugt werden und dazu werden alle verfügbaren Klangschalen permanent und heftig angeschlagen. Zwei Beispiele, die ich selbst erlebt habe und mich eher negativ berührt haben.
Der eigentliche Sinn in der Arbeit mit Klangschalen liegt darin, einen Zustand der Tiefenentspannung zu erreichen, um damit Stress abzubauen und Körper, Geist und Seele zu harmonisieren. Das geht weder in einer sehr kurzen Zeit, noch mit extremen Methoden.
Wer wirklich Interesse an der sehr intensiven Wirkung von Klangschalen hat, der sollte sich vor allem Zeit nehmen und sich ganz auf diese Methode einlassen. Vielleicht spürt man in einer ersten Sitzung noch nicht den bahnbrechenden Erfolg, doch durch mehrfache Anwendung kann man sich und dem eigenen Körper die Zeit geben, damit sich die Dinge in eine gute Richtung entwickeln.
Der Ursprung des Klangs - Wie Schall unser Leben beeinflusst
BBC Dokumentation
Ich zupfe eine Saite an oder drücke eine Taste auf dem Klavier - und höre einen Ton. Das spiegelt in ungefähr unsere simple Wahrnehmung wieder. Als 1983 das Buch "Nada Brahma: Die Welt ist Klang" von Joachim-Ernst Berendt erschien, war es schon ein wenig mühsam, sich durch dieses sehr spezielle Thema zu lesen.
Die BBC hat es wieder mal erfolgreich geschafft, ein Thema, das nur schwer greifbar ist, in Bild und Ton so faszinierend zu dokumentieren, dass es eine Freude ist, die beiden Teile anzusehen. Mit vielen interessanten und überraschenden Erkenntnissen.
Also, klare Empfehlung zum Anschauen!
Das neue Jahr
Kaum haben wir das neue Jahr und die "staade Zeit" hinter uns gelassen, scheint das Leben wieder auf der Überholspur stattzufinden. Alle sind sehr beschäftigt, haben keine Zeit, sind überlastet. Termine für irgendwas oder einen Rückruf zu erhalten, scheint fast unmöglich zu sein. Ein Wettlauf gegen die Zeit - bis in 11 Monaten erneut die "staade Zeit" beginnt.
Was haben wir denn gemacht in dieser staaden Zeit? War es wirklich Erholung, die wir nach einem stressigen Jahr dringend gebraucht hätten? Oder war es wieder nur die Jagd auf Geschenke, der Feiertagseinkauf oder das Anstehen um Silvesterraketen?
Mir scheint, dass die Stimmung im neuen Jahr allgemein alles andere als gut, optimistisch oder erholt ist. Da hilft dann leider auch kein schneller Wellnessurlaub von zweieinhalb Tagen im Nirgendwo. Chronische Überlastung und Stress könnten die neuen Schlagworte in diesem Jahr sein. Schlimm nur, dass keine Pille dagegen hilft. Jeder muss selbst sehen, ob und wie er sich erholt, entspannt und neue Energie schöpfen kann.
Musik und Klang können uns dabei eine große Hilfe sein. Das hat ganz sicher nichts mit Esoterik zu tun, sondern geht auf die Forschungen in der griechischen Antike zurück. Musik spielte im alten Griechenland eine sehr zentrale Rolle. Der alte Pythagoras gilt als Ur-Musiktheoretiker und forschte damals schon zu Klängen, Schwingungen und deren Wirkung. In unterschiedlichen Kulturen wurde die therapeutische Kraft von Klängen erkannt und genutzt. Schwingungen von Klanginstrumenten wurden eingesetzt, um tiefe Entspannungszustände herbeizuführen, um den Körper bei der Regeneration zu unterstützen. Heute nennt man das ganz modern "Sound Healing" und findet sogar bei Kneipp entsprechende Anwendungen dazu.
Was können wir also konkret tun, um uns Erholung zu verschaffen?
Der Gebrauch unserer Veeh- und Tischharfen sorgt z.B. dafür, dass wir uns beim Spiel ganz auf den Moment und den erzeugten Ton konzentrieren. Dies fordert zwar unser Gehirn, doch gleichzeitig sorgen die Schwingungen für angenehme Entspannung.
NEU ist, dass es nun auch Unterlegnoten für diese Instrumente gibt, die nicht zum Spiel eines Liedes anleiten, sondern einfach harmonisch angeordnete Töne darstellen. Beim entspannten Zupfen gerät man in einen fast meditativen Zustand - auch weil man keine Leistung erbringen muss, sondern sich ganz den Tönen hingeben kann. Schaffen Sie sich damit Ihre Insel im Alltag. Kann z.B. auch als Ergänzung im Yoga-Unterricht oder bei Entspannungsseminaren angewendet werden.
Die Harfenfreizeiten im Advent waren in dieser Hinsicht ein ganz besonderes Erlebnis und eine große Erkenntnis für mich. Trotz Weihnachtsmärkten und Trubel überall verbrachten wir ein Wochenende - abgeschlossen von der Aussenwelt im Kloster Waldsassen. Hier stand die Welt ein wenig still und wir konnten diese sagenumwobene "staade Zeit" tatsächlich am eigenen Körper spüren. Zusammen mit dem gemeinsamen Musizieren verschaffte uns dieses Wochenende viele Entspannungsmomente. Ein Musikstück oder eine Geschichte im Schein einer Kerze schafften wahrhaft magische Momente, so als wären wir aus der Zeit gefallen.
Wer sich ganz fallen lassen möchte, dem möchte ich eine Klanganwendung empfehlen. Hierbei muss nichts getan werden. Man kann sich in meinem geschützten Raum hinlegen und die Klänge von verschiedenen Instrumenten wie Klangschalen, Gong und Monochord helfen unserem Körper mühelos in die Tiefenentspannung. In diesem Zustand ist echte Erholung möglich.
Neben Einzelanwendungen gibt es jetzt im kommenden April auch den Kurs "Klang trift Veeh-Harfe - Entspannung finden in der Welt der Klänge". Entspannung durch Klänge in der Gruppe mit Empfehlungen für die tägliche Anwendung zuhause.
In diesem Sinne - auf ein erholsames neues Jahr 2026!

